roter amaranth amaranthus blitum aufsteigender fuchsschwanz meier

Roter Amaranth/ Roter Chinesischer Spinat (Amaranthus blitum) - Seit Jahrhunderten genutzt und doch fast vergessen

20 Samen
€2,10
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roter amaranth amaranthus blitum aufsteigender fuchsschwanz meier

Roter Amaranth/ Roter Chinesischer Spinat (Amaranthus blitum) - Seit Jahrhunderten genutzt und doch fast vergessen

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Roter Amaranth/ Roter Chinesischer Spinat (Amaranthus blitum) - Seit Jahrhunderten genutzt und doch fast vergessen

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Bei der Kirche 3
35216 Biedenkopf
Deutschland

+491753361175
Der Rote Amaranth, botanisch Amaranthus blitum, traditionell auch als Roter Meier, chinesischer Spinat und Aufsteigender Fuchsschwanz bekannt, ist eine äußerst dekorative und schnell wachsende Blattgemüsepflanze. Mit seiner intensiv purpurroten bis weinroten Blattfärbung setzt er nicht nur leuchtende Akzente im Gemüse- oder Ziergarten, sondern liefert auch über viele Wochen hinweg eine schmackhafte und nahrhafte Ernte. Er vereint hohen Zierwert mit kulinarischem Nutzen und ist eine anspruchslose Bereicherung für jedes Gartenbeet oder Pflanzgefäß.

Lieferumfang: Je 20/ 50/ 200 Samen

Tipps zur Aussaat im Überblick:

  • Vorzucht: Ab April im Haus auf einer hellen Fensterbank, Direktsaat im Freiland ab Mitte Mai (nach den Eisheiligen)

  • Saattiefe: Lichtkeimer! Die feinen Samen dürfen nicht mit Erde bedeckt, sondern nur sanft an das Aussaatsubstrat angedrückt werden

  • Keimtemperatur: 18 bis 22 Grad Celsius

  • Keimdauer: Meist zuverlässig und rasch, in der Regel zwischen 7 und 14 Tagen

  • Feuchtigkeit: Das Substrat während der Keimphase mit einer feinen Sprühflasche konstant leicht feucht, aber niemals nass halten

  • Pflanzabstand: Bei der Direktsaat die Sämlinge später auf einen Abstand von etwa 20 bis 30 cm vereinzeln, damit sich die Einzelpflanzen gut entwickeln können

Wuchsform, Standort und Pflege:
Der Rote Blatt-Amaranth wächst als einjährige, aufrechte und buschig verzweigte Pflanze, die je nach Nährstoffangebot eine Wuchshöhe von 40 bis 80 cm erreicht. Die gesamte Pflanze, einschließlich der Stängel, besticht durch ihre tiefrote Färbung. Der ideale Standort ist vollsonnig bis halbschattig und warm. Ein nährstoffreicher, lockerer und humoser Boden wird bevorzugt. Die Pflanze ist pflegeleicht, benötigt aber für eine reiche Blattproduktion eine gleichmäßige Bodenfeuchtigkeit, besonders an heißen Sommertagen. Sie lässt sich auch hervorragend und ertragreich in ausreichend großen Kübeln auf Balkon und Terrasse kultivieren.

Ernte und Nutzung: Bereits wenige Wochen nach der Aussaat kann mit der Blatt-Ernte begonnen werden. Durch den regelmäßigen Schnitt junger Blätter und Triebspitzen wird die Pflanze angeregt, buschiger nachzuwachsen. Die jungen Blätter eignen sich hervorragend roh als optisches Highlight in Salaten. Ältere Blätter werden wie Spinat zubereitet. Neben der Nutzung als Blattgemüse lassen sich im Spätsommer und Herbst auch die unzähligen, winzigen Samen der Blütenstände ernten. Die Samen der Amaranth-Gewächse sind ein äußerst nährstoffreiches, glutenfreies Pseudogetreide. Sie können ähnlich wie Quinoa gekocht, in einer Pfanne zu Mini-Popcorn gepoppt oder fein gemahlen als Beimischung für Backwaren verwendet werden.

Herkunft und Historisches: Die Gattung Amaranth blickt auf eine jahrtausendealte, faszinierende Geschichte zurück. Ursprünglich in Süd- und Mittelamerika beheimatet, galt Amaranth bereits bei den Inkas, Mayas und Azteken als heilige Pflanze und zählte neben Mais zu den wichtigsten Grundnahrungsmitteln der indigenen Völker. Während dort oft spezielle Körneramaranth-Arten kultiviert wurden, schätzte man den robusten Amaranthus blitum schon früh als wertvolles Blattgemüse. Im Laufe der Jahrhunderte verbreitete sich die Pflanze bis nach Asien und Europa. In Mitteleuropa war der "Rote Meier" im Mittelalter und in der frühen Neuzeit ein sehr geschätztes und weit verbreitetes Küchenkraut in Kloster- und Bauerngärten. Erst mit dem zunehmenden Anbau des echten Spinats geriet diese historische und optisch äußerst reizvolle Nutzpflanze hierzulande fast in Vergessenheit.

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