Pflegehinweise
Inhalt:
- Chili- und Paprikapflanzen im Frühjahr
- Tomaten- und Gurkenpflanzen im Frühjahr
- Aussaat von Saatgut
- Chayote-Früchte einpflanzen
- Mondblumen (Ipomoea alba)
- Umzug nach draußen nach den Eisheiligen
Gilt für alle Pflanzen:
- Nach Erhalt der Pflanzen das Paket zwei Stunden bei Zimmertemperatur aklimatisieren lassen.
- Danach zeitnah öffnen und Verpackungsmaterial vorsichtig entfernen.
1. Chili- und Paprikapflanzen im Frühjahr:
- Substrat immer leicht feucht halten und für gute Belüftung sorgen.
- Pflanzen optimalerweise an einen sehr hellen Standort ab 18°C stellen.
- Sollten die Pflanzen wegen Lichtmangels beginnen zu vergeilen dann kühler stellen.
- Ab Außentemperaturen von ca. 14°C können die Pflanzen langsam nach draußen und vorsichtig an die Sonne gewöhnt werden.
- Abends wieder reinholen.
- Dauerhaft nach draußen können sie nach den letzten Frösten.
2. Tomaten- und Gurkenpflanzen im Frühjahr:
- Siehe Chili und Paprika
- Diese Pflanzen können drinnen nach Erhalt ein wenig kühler stehen.
3. Aussaat von Saatgut:
Generell gilt eine Keimtemperatur von 22-25°C, bei einer Saattiefe von 0,5cm. Mindestens jedoch eine Abdeckung mit Substrat die das doppelte bis dreifache der Saatgröße entspricht.
Das Substrat erdfeucht, nicht nass halten. Die Anzucht sollte abgedeckt unter gespannter Luft stattfinden, damit das Substrat nicht austrocknet. Jeden Tag einmal kurz lüften
Samen sollten bis zur Aussaat kühl und trocken gelagert werden.
Besonderheiten sind folgend aufgelistet:
- Hanfhibiskus/Kenaf (Hibiscus cannabinus): Keimtemperatur 18-22°C.
- Tabak (Nicotiana): Keimtemperatur 18-20°C, Samen nur aufstreuen und andrücken (Lichtkeimer)
- Einheimische Sonnentau-Arten (Drosera), Akelei (Aquilegia): Diese Samen benötigen den Winter bevor sie keimen (Stratifikation). Optimalerweise vor oder während des Winters an Ort und Stelle, oder in Töpfe säen.
- Schlafmohn (Papaver somniferum): Kann schon ab September draußen gesät werden. Das gibt ihm Vorsprung im nächsten Jahr.
4. Chayote-Früchte einpflanzen:
Das besondere bei der Chayote (Sechium edule) ist, dass der Samen noch von der Frucht umgeben ist sobald er Keimt. Das sorgt dafür, dass der Keimling mit Nährstoffen und Feuchtigkeit versorgt wird, bevor er Wurzeln schlägt.
Bei der Pflanzung gehe wie folgt vor:
- Chayote benötigen ein Nährstoffreiches und durchlässiges Substrat.
- Für die Anzucht der treibenden Früchte ist ein etwas nährstoffärmeres Substrat förderlich für die Wurzelbildung, allerdings nicht zwingend notwendig.
- Fülle für die Pflanzung einen Topf mit Substrat und drücke ihn an. Der Topf kann für das erste Anwurzeln bedenkenlos auch etwas kleiner gewählt werden. Das spart Platz auf der Fensterbank. Danach fülle ihn erneut bis zum Rand und drücke die Frucht vorsichtig und leicht schräg mit senkrechter Keimspalte (Bild) in das Substrat bis der sprießende Keim rund zwei Zentimeter mit Substrat bedeckt ist (Bild).
- Danach angießen und das Substrat folgend nur leicht feucht halten. (Wässern, wenn die oberste Schicht angetrocknet ist)
- Den Topf hell stellen.
- Kann bei ca. 15°C kühler stehen, wenn man Bedenken hat, dass die Pflanze zu groß wird, bevor sie raus kann.
Hinweis: Von einigen ist zu hören, dass die Pflanzen übers Jahr zwar massig wachsen, allerdings keine Blüten und Früchte ansetzen. Ich empfehle bei der Düngung von Chayote, welche letztendlich viele Früchte tragen sollen, auf ein ausgewogenes Verhältnis an Nährstoffen zu achten. Ich gehe davon aus, dass ein übermäßiger Eintrag von Stickstoff das Wachstum zwar stark fördert, die Fruchtbildung allerdings im schlimmsten Falle ausbleibt. Hierzu empfehle ich spezielle Dünger für Gemüse- und Fruchtpflanzen, welche darauf konditioniert sind den Ertrag zu fördern.


Die Frucht kann an jeder Stelle Wurzeln bilden. Hauptsächlich allerdings am Sproß selbst. Die beschriebene Position sorgt dafür, dass der Sproß nach oben Platz hat. Die Wurzeln nach unten allerdings auch. So ist gewährleistet, dass die Pflanze nach absterben der Frucht stabil im Substrat steht.
5. Mondblumen (Ipomoea alba):
- Die Pflanzen mögen es sehr warm und sonnig
- Ein Platz am Südfenster ist ideal
- Im Sommer gerne draußen
- Bei langanhaltendem kühlen Wetter besser ins Haus holen (Wuchs beobachten)
- Die Wurzeln sind relativ empfindlich. Beim Umtopfen darauf achten, dass der alte Topf vollständig durchwurzelt ist. Den Ballen nicht beschädigen.
6. Umzug nach draußen nach den Eisheiligen
Schaue dir zu diesem Thema meinen Blog-Beitrag an. Hier entlang...