Tomate Cuor di Bue

Ochsenherz-Tomate `Cuor di Bue` - Die klassische aus Italien

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Tomate Cuor di Bue
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Ochsenherz-Tomate `Cuor di Bue` - Die klassische aus Italien

€4,00

Die „Cuor di Bue“ ist die unangefochtene Königin der italienischen Fleischtomaten. In dieser klassischen, glatten und perfekt herzförmigen Variante ist sie ein imposantes Schwergewicht und ein absolutes Highlight für jeden Feinschmecker.

  • Geschmack: Mild, buttrig und nahezu säurefrei. Ihr Aroma ist von einer feinen, eleganten Süße geprägt. Das Besondere ist ihre Konsistenz: Sie besteht fast ausschließlich aus zart schmelzendem, festem Fruchtfleisch mit nur winzigen Samenkammern – ganz ohne wässrigen "Glibber".

  • Wuchs: Diese wuchsfreudige Stabtomate erreicht eine Höhe von ca. 1,80 bis 2 Metern. Ihr Laub wirkt oft etwas feingliedrig und hängt leicht herab – das ist bei dieser Sorte völlig normal und kein Zeichen von Wassermangel! Die Früchte selbst sind gigantisch und wiegen oft zwischen 200 und 500 Gramm. Wegen dieses enormen Gewichts muss die Pflanze unbedingt gut gestützt und angebunden werden.

  • Besonderheiten: Ihre makellose, nach unten spitz zulaufende Herzform und die extrem dünne Schale machen sie zu einer optischen und haptischen Sensation. Da sie keine tiefen Furchen oder Rippen hat, lässt sie sich wunderbar leicht in durchgehende, riesige Scheiben schneiden.

  • Wissenswertes: Ein echtes Verkaufsargument ist ihre Ergiebigkeit: Eine einzige Scheibe reicht oft aus, um ein ganzes Brot zu belegen oder einen Burger zu füllen!

Traditionell wird sie streng nach ihrem Reifegrad für zwei völlig unterschiedliche Zwecke verwendet:

1. Halbreif ("Invaiato"): Für den puren Genuss

In Italien wartet man für Salate meistens gar nicht, bis das Ochsenherz komplett tiefrot und weich ist. Sie wird traditionell im sogenannten Invaiato-Stadium geerntet und gegessen – also dann, wenn sie gerade von Grün auf zartes Rosa-Rot umschlägt.

  • Warum? In diesem Stadium ist das dichte Fruchtfleisch extrem schnittfest, fast schon knackig, und bringt noch eine ganz leichte, erfrischende Säure mit, die später bei Vollreife komplett verschwindet.

  • Klassische Verwendung: Hauchdünn oder in dicke Scheiben geschnitten als purer Tomatensalat (Insalata di Pomodori). Es kommt nur erstklassiges Olivenöl und etwas grobes Meersalz darüber. Kein Essig, keine Zwiebeln, kein Schnickschnack – die Tomate ist der absolute Star.

2. Vollreif (Tiefrot): Für die warme Küche

Wenn das Ochsenherz am Strauch tiefrot, schwer und im Griff leicht weich geworden ist, blüht sie in der traditionellen warmen Küche auf. Da sie kaum Wasser und Kerne enthält, ist sie hier ein echter Problemlöser:

  • Pomodori Ripieni (Gefüllte Tomaten): Aufgrund ihrer enormen Größe und der stabilen, fleischigen Außenwände ist sie in Italien die unangefochtene Nummer 1 zum Füllen. Man höhlt sie aus und füllt sie traditionell mit Risottoreis, Kräutern, Knoblauch und Parmesan. Beim Backen im Ofen fällt sie (anders als wässrige Supermarkttomaten) nicht in sich zusammen, sondern behält ihre Form.

  • Sugo & Passata (Sauce): Wer eine Tomatensauce kocht, muss normale Tomaten oft stundenlang einkochen, bis das viele Wasser verdampft ist. Nicht so bei der Cuor di Bue! Da sie fast nur aus „Fleisch“ besteht, ergibt sie in Rekordzeit eine unglaublich sämige, dicke und aromatische Pastasauce.

  • Panzanella (Brotsalat): In grobe Stücke geschnitten wird sie mit altbackenem, geröstetem Ciabatta-Brot, rohen Zwiebeln und Olivenöl vermischt. Das Brot saugt den puren, leicht süßlichen Tomatensaft auf.

Mach es wie in Italien: Iss das Ochsenherz halbreif und fest als feinen Salat mit etwas Olivenöl. Und wenn du mal eine Tomate vergisst und sie ganz weich und rot wird – koche daraus die cremigste Pastasauce deines Lebens, ganz ohne stundenlanges Einkochen!

Rezept: Traditionelles Bamya (Orientalischer Okra-Eintopf)

Dieses traditionelle Schmorgericht aus dem Nahen Osten zeigt, warum die Cuor di Bue in der warmen Küche so unverzichtbar ist. Für eine echte, sämige Sauce ohne künstliches Andicken oder Tomatenmark braucht es eine sonnengereifte Fleischtomate der Extraklasse. Da unser Ochsenherz kaum Kerne und extrem wenig Wasser besitzt, schmilzt das Fruchtfleisch beim Kochen ganz von selbst zu einer unwiderstehlich dichten, süßlich-aromatischen Basis.


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Zutaten:

  • 600 g sehr reife, frische Tomaten der Sorte Cuor di Bue

  • 500 g frische, junge Okraschoten

  • 1 große Zwiebel (fein gewürfelt)

  • 3 Knoblauchzehen (fein gehackt)

  • 3 EL hochwertiges Olivenöl

  • Saft von ½ Zitrone

  • 1 TL Kreuzkümmel (Cumin) und 1 TL Korianderpulver

  • Eine gute Prise Meersalz und schwarzer Pfeffer

  • Optional: 300 g Lamm- oder Rindfleischwürfel (für die traditionelle Fleischvariante)

Zubereitung:

  1. Tomaten vorbereiten: Dies ist der wichtigste Schritt für die perfekte Sauce! Die Cuor di Bue-Tomaten am Boden kreuzweise einritzen, kurz mit kochendem Wasser überbrühen, häuten und in grobe Würfel schneiden. (Durch die zarte Haut der Ochsenherztomate geht das ganz leicht).

  2. Okra vorbereiten: Die Okraschoten waschen und den harten Stielansatz wie einen kleinen Kegel vorsichtig abschneiden, ohne die Schote zu öffnen. Für ca. 15 Minuten in einer Schüssel mit Wasser und einem Schuss Essig oder Zitronensaft ziehen lassen, danach abspülen und abtropfen lassen.

  3. Anbraten: Das Olivenöl in einem großen Topf erhitzen. (Wer Fleisch verwendet, brät dieses nun scharf an). Die Zwiebeln und den Knoblauch hinzugeben und glasig andünsten.

  4. Die Sauce kreieren: Kreuzkümmel und Korianderpulver in den Topf geben und kurz anrösten. Dann die vorbereiteten Cuor di Bue-Würfel hinzugeben. Alles gut durchrühren, bis das vollfleischige Tomateninnere anfängt zu schmelzen und Saft zieht.

  5. Schmoren: Die Okraschoten vorsichtig unterheben. Mit dem Zitronensaft, Salz und Pfeffer würzen. Bei schwacher Hitze mit geschlossenem Deckel ca. 30–40 Minuten sanft köcheln lassen. Das Ochsenherz verwandelt sich nun in eine herrlich sämige, tiefrote Sauce, in der die Okra butterweich gart. (Tipp: Während des Schmorens möglichst wenig rühren, damit das Gemüse ganz bleibt!)

Serviervorschlag:

  • Zum Aufsaugen: Traditionell wird Bamya dampfend heiß zu lockerem Basmatireis oder frischem Fladenbrot serviert – so geht kein Tropfen der fantastischen Tomatensauce verloren!

  • Als Frische-Kick: Ein Klecks kühler Naturjoghurt und ein paar frische Koriander- oder Minzblätter bilden einen herrlichen Kontrast zu dem würzigen Eintopf.

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