Litschi-Tomate/Raukenblättriger Nachtschatten (Solanum sisymbriifolium) - Samen
Die stachelige Schönheit mit dem süßen Geheimnis
Lass dich von den Stacheln nicht abschrecken! Die Litschi-Tomate (in Frankreich auch als Morelle de Balbis bekannt) ist eine absolute Rarität für den Garten. Sie sieht aus wie eine wilde Kreuzung aus Tomate, Aubergine und einem Kaktus, liefert aber unzählige leuchtend rote, süß-fruchtige Beeren.
Lieferumfang: Je 15 Samen
Wuchs & Aussehen
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Lebensdauer: Wird bei uns meist einjährig kultiviert (kann theoretisch frostfrei überwintert werden).
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Wuchshöhe: Erreicht imposante 100 bis 150 cm.
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Habitus: Sehr ausladend und robust. Die tief eingeschnittenen Blätter erinnern an Rucola (Rauke). Achtung: Die gesamte Pflanze (Stängel, Blätter und Fruchthüllen) ist dicht mit spitzen Stacheln besetzt!
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Blüte & Frucht: Von Juni bis zum Frost erscheinen wunderschöne, große, weiße bis hellblaue Sternblüten. Daraus entwickeln sich in stacheligen Hüllen die kirschgroßen, leuchtend roten Früchte.
Herkunft Ihre ursprüngliche Heimat liegt in Südamerika (Brasilien, Argentinien, Paraguay), wo sie wild auf kargen Böden wächst. Im 19. Jahrhundert wurde sie von Botanikern nach Europa gebracht.
Inhaltsstoffe Wie bei allen Nachtschattengewächsen enthalten die grünen Pflanzenteile und unreifen Früchte das giftige Alkaloid Solanin. Sobald die Früchte aber tiefrot und weich sind, sind sie völlig ungiftig und punkten mit viel Vitamin C und natürlicher Fruchtsüße.
Nutzung
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In der Küche: Ein tolles Naschobst! Die reifen, roten Früchte schmecken nicht wie herzhafte Tomaten, sondern süß-säuerlich und fruchtig – eine Mischung aus Kirsche, Litschi und einem Hauch Tomate. Perfekt zum direkten Vernaschen (vorsichtig pflücken!), für exotische Marmeladen oder Obstsalate.
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Als Nutzpflanze: Kartoffelbauern lieben sie! Sie wird oft als sogenannte "Fangpflanze" gegen Kartoffelnematoden (kleine Fadenwürmer im Boden) eingesetzt. Die Schädlinge schlüpfen, können sich an den Wurzeln der Litschi-Tomate aber nicht vermehren und sterben ab.
Historisches In Südamerika wurde die Pflanze schon von den indigenen Völkern geschätzt und gesammelt. In Europa war sie im 19. Jahrhundert kurzzeitig sehr populär, geriet dann aber in Vergessenheit, bevor sie in den letzten Jahren von mutigen Hobbygärtnern und Raritätensammlern wiederentdeckt wurde.
Kurioses Aufgrund ihrer massiven Stacheln wurde die Litschi-Tomate in einigen Ländern gezielt als absolut undurchdringliche, lebende Hecke gepflanzt, um streunende Hunde, Wildtiere oder unliebsame Zweibeiner von den Grundstücken fernzuhalten. Ein echter "Gartenschreck" mit süßem Kern!
Standort, Pflege & andere wichtige Dinge
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Standort: Sonnig und warm.
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Boden: Relativ anspruchslos, gedeiht aber am besten in lockerer, nährstoffreicher Erde.
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Pflege & Robustheit: Ein riesiger Pluspunkt: Im Gegensatz zu normalen Tomaten ist die Litschi-Tomate extrem robust gegen die gefürchtete Kraut- und Braunfäule (Phytophthora infestans)! Sie muss nicht ausgegeizt werden, braucht aber aufgrund ihres Gewichts oft einen kräftigen Stab als Stütze. Tipp: Beim Pflanzen und Ernten unbedingt dicke Gartenhandschuhe tragen!
Aussaatanleitung: Litschi-Tomate (Solanum sisymbriifolium)
Die Anzucht ist unkompliziert und verläuft exakt so, wie du es von normalen Tomaten gewohnt bist.
Wann wird gesät?
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Vorkultur (im Haus): Ab Mitte Februar bis Anfang April.
Wie wird gesät?
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Saattiefe: Die Samen flach, etwa 0,5 cm tief, in Anzuchterde legen und leicht andrücken.
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Keimbedingungen: Die Erde gleichmäßig feucht (nicht nass!) halten. Stelle die Aussaatgefäße hell und warm auf. Für eine optimale Keimung sind Temperaturen zwischen 20 und 25 °C ideal.
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Keimdauer: Meist zeigen sich die ersten stacheligen kleinen Keimlinge nach 10 bis 20 Tagen. Sobald sie die ersten echten, gezackten Blätter bilden, können sie in eigene, etwas größere Töpfe pikiert werden.
Auspflanzen & Standort
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Ab nach draußen: Erst nach den Eisheiligen (Mitte Mai), wenn absolut keine Frostgefahr mehr besteht.
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Pflanzabstand: Lasse den Pflanzen ausreichend Platz, damit sie schön buschig wachsen können. Ein Abstand von mindestens 60 bis 80 cm ist empfehlenswert.