Humboldts Wildtomate (Solanum pimpinellifolium var. humboldtii) - Mit der Ur-Tomate auf den Spuren Alexander von Humboldts
Benannt nach dem berühmten Naturforscher Alexander von Humboldt, stammt diese ursprüngliche Wildtomaten-Art (Solanum pimpinellifolium var. humboldtii) aus den rauen Anden Südamerikas. Sie ist die pure, unverfälschte Urform unserer heutigen Tomaten – und genau das macht sie so unfassbar wertvoll für deinen Garten! Wer nämlich klassische Tomaten im Freiland anbaut, kennt die ständige Angst vor dem nächsten Sommerregen: Ein paar feuchte, kühle Tage, und schon schlägt bei vielen Hochzuchten die gefürchtete Kraut- und Braunfäule gnadenlos zu. Zudem artet das ständige Hochbinden und Ausgeizen oft in echte Arbeit aus.
Die Wildtomate „Humboldtii“ hingegen pfeift auf konventionelle Gartenregeln. Du holst dir mit ihr kein anfälliges Treibhausblümchen ins Beet, das bei jedem Regenschauer einen Schirm verlangt, sondern ein unbezwingbares Naturtalent. Sie wächst wild, ist extrem widerstandsfähig gegen Krankheiten und liefert dir ganz ohne Pflege-Stress Tausende zuckersüße Mini-Tomaten.
Lieferumfang: Je Pflanze im 7cm Topf.
Auf den Spuren einer legendären Expedition
Dass wir diese sensationelle Tomate heute in unseren Gärten anbauen können, verdanken wir einer der faszinierendsten Forschungsreisen der Geschichte. Zwischen 1799 und 1804 durchquerte das deutsche Universalgenie Alexander von Humboldt zusammen mit dem Botaniker Aimé Bonpland die schroffen und klimatisch unberechenbaren Gebirgslandschaften der südamerikanischen Anden. Unter den tausenden Pflanzen, die sie auf ihrer strapaziösen Reise entdeckten und für die Nachwelt dokumentierten, befand sich auch diese ungezügelte Ur-Tomate. Anders als moderne Sorten, die über Jahrhunderte auf makelloses Aussehen und Ertrag getrimmt wurden, ist die Humboldtii noch exakt so ursprünglich wie zu dem Zeitpunkt ihrer Entdeckung. Da sie sich in ihrer wilden Heimat über Jahrtausende gegen raue Winde, kühle Nächte und plötzliche Regengüsse behaupten musste, trägt sie eine genetische Robustheit in sich, von der heutige Kulturtomaten nur träumen können. Du holst dir also ein echtes Stück lebendige Botanik-Geschichte ins Beet!
Schluss mit der Pflege-Gängelei: Bitte nicht ausgeizen!
Lass die Schere liegen! Das absolute Highlight der Humboldtii ist ihre Pflegeleichtigkeit. Während normale Stabtomaten mühsam ausgegeizt werden müssen, ist das bei dieser Wildtomate strengstens verboten. Jeder neue Seitentrieb bedeutet noch mehr Blüten und noch mehr Früchte. Sie wächst buschig, ausladend und extrem wuchskräftig. Die Blätter sind etwas kleiner und feiner als bei normalen Tomaten, was dafür sorgt, dass sie nach einem Regen extrem schnell wieder abtrocknen – ihr natürliches Geheimnis gegen Pilzkrankheiten.
Rote Perlen voller Süße
Optisch liefert die Humboldtii unzählige, leuchtend rote Früchte in der Größe von Johannisbeeren bis hin zu kleinen Kirschen (etwa 1 bis 2 Zentimeter groß). Was ihnen an Größe fehlt, machen sie im Geschmack tausendfach wett. Die kleinen Beeren sind echte Aroma-Bomben! Da sie so viel Sonne tanken, entwickeln sie einen unfassbar intensiven, fruchtig-süßen Geschmack, der fast schon an Pralinen erinnert. Eine absolute Nasch-Sensation, an der man beim Vorbeigehen einfach nicht Halt machen kann.
Ein wildes Wuchswunder – Du entscheidest, wie sie wächst
Da sie nicht an einem einzigen Stab in die Höhe gezogen wird, bietet dir die Humboldtii völlig neue Anbaumöglichkeiten. Du kannst sie einfach kriechend über den Boden wachsen lassen (am besten auf einer dicken Schicht Stroh, damit die Früchte sauber bleiben). Du kannst sie in einen sehr großen Kübel (ab 30 Liter) setzen und malerisch über den Rand hängen lassen. Oder du pflanzt sie an einen Maschendrahtzaun oder ein grobes Rankgitter, wo sie sich wild und buschig ausbreiten darf.
Ab in die Küche – Das machst du aus deiner Ernte:
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Die pure Naschtomate: Zu 90 % werden es diese Tomaten gar nicht erst bis in die Küche schaffen. Sie sind der perfekte, gesunde Snack für Kinder (und Erwachsene) direkt vom Strauch.
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Das bunte Salat-Topping: Im Ganzen über einen frischen Blattsalat gestreut, sehen sie aus wie kleine rote Edelsteine und platzen herrlich süß im Mund auf.
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Dekoration für die Lunchbox: Perfekt für unterwegs, da sie aufgrund ihrer Größe beim Reinbeißen absolut nicht kleckern oder spritzen.
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Der Focaccia-Star: Eindrücken in einen lockeren Hefeteig – beim Backen karamellisieren sie leicht und geben ihr intensives Aroma an das Brot ab.
Rezept-Tipp: Blitz-Pasta mit geschmorten Wildtomaten und Feta
Da die Humboldtii so unfassbar reich trägt, hast du im Hochsommer oft Schüsseln voller kleiner roter Perlen. Dieses schnelle Feierabend-Rezept nutzt die Tatsache, dass du diese Tomaten nicht einmal schneiden musst!
Zutaten (für 2 Personen):
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250g Nudeln (z. B. Spaghetti oder Linguine)
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2-3 große Handvoll Humboldtii-Wildtomaten (ungeschnitten, einfach gewaschen)
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1 Stück Feta-Käse (ca. 150-200g)
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3 Knoblauchzehen, in feine Scheiben geschnitten
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4 EL gutes Olivenöl
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1 Schuss Nudelwasser
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Frischer Basilikum
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Meersalz, frisch gemahlener Pfeffer und eine Prise Chiliflocken
Zubereitung:
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Pasta kochen: Die Nudeln in reichlich Salzwasser al dente kochen. Bevor du sie abgießt, unbedingt eine Tasse des stärkehaltigen Nudelwassers auffangen!
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Schmoren: Während die Nudeln kochen, das Olivenöl in einer großen Pfanne erhitzen. Die ganzen Wildtomaten hineingeben und bei mittlerer bis hoher Hitze für ca. 4-5 Minuten anbraten. Nicht rühren, lieber die Pfanne schwenken. Die Tomaten sollen richtig heiß werden, bis ihre feine Schale aufplatzt und der süße Saft austritt.
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Aromatisieren: Den Knoblauch und die Chiliflocken zu den Tomaten geben und für weitere 1-2 Minuten sanft mitbraten (der Knoblauch darf nicht braun werden, sonst wird er bitter).
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Die Soße binden: Die abgetropften Nudeln direkt in die Pfanne zu den Tomaten geben. Einen großzügigen Schuss vom aufgefangenen Nudelwasser hinzufügen. Alles gut durchschwenken, bis eine cremige Bindung zwischen dem Olivenöl, dem Tomatensaft und dem Nudelwasser entsteht.
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Anrichten: Die Pasta auf tiefe Teller verteilen. Den Feta-Käse mit den Fingern grob darüberkrümeln (er schmilzt durch die heißen Nudeln leicht an). Mit frischem Basilikum, einem extra Schuss Olivenöl und schwarzem Pfeffer garnieren.
Mach Schluss mit dem ewigen Ausgeizen und der Angst vor der Braunfäule. Mit der Wildtomate „Humboldtii“ entscheidest du dich für die absolute Freiheit im Gemüsebeet und einen unverwüstlichen Nasch-Garanten, der dir wochenlang pure Freude bereitet.