Hiobsträne/ Yi Yi Ren/ Hato Mugi (Coix lacryma-jobi) - Das magische Gras, welches dir Perlen schenkt
Vergiss das Bastelgeschäft – bau dir deinen Schmuck ab sofort einfach selbst an! Die Hiobsträne, auch Japanische Perlgerste genannt, ist ein absolutes Wunderwerk der Natur und ein spektakuläres Ziergras für den Garten. Anstatt normaler Grassamen produziert diese Pflanze tropfenförmige, steinhart glänzende "Perlen", die aussehen wie poliertes Porzellan. Das absolute Highlight: Mutter Natur hat das Loch zum Auffädeln sogar schon mit eingebaut!
Lieferumfang: Je Jungpflanze im 7cm Topf.
Wuchs & Aussehen
-
Lebensdauer: In ihrer tropischen Heimat mehrjährig, bei uns wird sie meist als einjähriges Ziergras kultiviert.
-
Wuchshöhe: Ein kräftiges, stattliches Gras, das meist 60 bis 120 cm (an idealen Standorten sogar bis 1,5 Meter) hoch wird.
-
Habitus: Optisch erinnert die Pflanze stark an jungen Mais. Sie bildet dicke Halme und breite, sattgrüne Blätter.
-
Blüte & Frucht: Von Juli bis Oktober erscheinen die eher unscheinbaren Blüten. Das eigentliche Spektakel folgt danach: Aus den weiblichen Blüten entwickeln sich die bis zu 1,5 cm großen, tropfenförmigen Scheinfrüchte. Sie reifen in wunderschönen Farbschattierungen von Perlmuttweiß über Silbergrau und Blaugrau bis hin zu fast Schwarz ab und glänzen, als wären sie frisch lackiert.
Ursprung, Herkunft & Weitere Namen
-
Weitere Namen: Das Gras ist weltweit unter vielen Namen bekannt. Bei uns nennt man es oft Tränengras, Perlengras, Christusträne oder Moses-Träne. Im asiatischen Raum und im englischsprachigen Bereich ist es als Job's Tears oder Adlay (Adlay-Hirse) bekannt.
-
Herkunft: Ihre ursprüngliche Heimat ist das tropische Südostasien (Indien, China, Malaysia). Von dort aus hat sie sich in fast alle tropischen und subtropischen Gebiete der Welt verbreitet.
Verwendung (Schmuck, Küche & Medizin)
-
Als Natur-Schmuck (Rosenkränze & Ketten): Die harte Hülle der Tropfen ist so stabil, dass sie sich nicht mit den Fingern zerdrücken lässt. Da der Blütenstängel genau mittig durch die Frucht verläuft, entsteht beim Abziehen der reifen Perle vom Stiel ein perfekter, durchgehender Kanal. Man kann die Perlen sofort und ohne Bohren auf einen Faden ziehen! Schon seit Jahrhunderten werden aus Hiobstränen weltweit christliche Rosenkränze, buddhistische Gebetsketten, Armbänder und Baby-Beißringe gefertigt.
-
Seit wann wird sie angebaut? Die Hiobsträne ist eine echte historische Nutzpflanze! Archäologische Funde belegen, dass sie in Teilen Indiens und Chinas bereits vor über 3.000 bis 4.000 Jahren angebaut wurde. Sie war in vielen asiatischen Regionen ein wichtiges Grundnahrungsmittel, lange bevor Reis dort seinen großen Siegeszug antrat.
-
Ist diese harte Wildform essbar? (Zahnarzt-Warnung!): Die Antwort lautet: Theoretisch ja, praktisch nein! Der innere Kern der Samen ist zwar essbar, sehr nahrhaft und glutenfrei, aber die extrem harte, porzellanartige Schale dieser spezifischen Wildform (Coix lacryma-jobi var. lacryma-jobi) ist ein absoluter Zahnkiller. Man müsste sie mühsam mit Werkzeug knacken. Genau aus diesem Grund haben Bauern vor Jahrtausenden eine weichschalige Variante (var. ma-yuen) herausgezüchtet. Nur diese weiche Zuchtform wird heute in Asien als "Adlay-Hirse" gegessen, wie Reis gekocht oder für Suppen und Tees verwendet. Unsere harte Wildform gehört also definitiv an den Hals oder ans Handgelenk – nicht in den Kochtopf!
-
In der Naturheilkunde (TCM): In der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) sind die Samen unter dem Namen "Yi Yi Ren" bekannt und werden zur Entwässerung, bei Gelenkschmerzen und zur Hautpflege eingesetzt.
-
In der Floristik: Die Zweige mit den hängenden Perlentropfen sind ein traumhafter Blickfang in herbstlichen Trockensträußen!
Standort, Pflege & Gärtner-Tipps (Achtung, Durstig!)
-
Standort: Volle Sonne und so warm wie möglich. Ein geschützter Platz vor einer Südwand ist ideal.
-
Boden & Gießen: Hier liegt das Geheimnis! Die Hiobsträne ist in ihrer Heimat eine Sumpfpflanze. Normale, trockene Blumenerde mag sie gar nicht. Der Boden muss extrem nährstoffreich und vor allem immer feucht bis nass sein. Du kannst sie sogar an den Rand eines Gartenteichs pflanzen oder den Topf in einen ständig gefüllten Wasseruntersetzer stellen.
-
Ernte: Geerntet wird im Spätsommer/Herbst, sobald die Tropfen ihre grüne Farbe verlieren, hart werden und sich leicht gräulich/weißlich verfärben. Lässt man sie zu lange an der Pflanze, fallen sie von selbst ab.