falsche meerzwiebel albuca bracteata

Falsche Meerzwiebel/ Schwangere Zwiebel (Albuca bracteata) - Das südafrikanische Kuriosum

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Falsche Meerzwiebel/ Schwangere Zwiebel (Albuca bracteata) - Das südafrikanische Kuriosum

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Manche Pflanzen faszinieren nicht durch opulente Blütenberge, sondern durch ihren absolut einzigartigen, fast schon architektonischen Wuchs und ein verblüffendes Verhalten bei der Vermehrung. Die Falsche Meerzwiebel ist genau so ein Exot. Das absolute Highlight dieses pflegeleichten Spargelgewächses ist die oberirdisch wachsende, glänzend grüne Zwiebel. Aus ihr entspringen nicht nur lange, saftig-grüne Laubstreifen, sondern sie bringt im Laufe der Zeit direkt unter ihrer papierartigen Außenhaut unzählige kleine Tochterzwiebeln hervor. Ein faszinierendes Schauspiel, das der Pflanze im englischsprachigen Raum auch den treffenden Namen „Pregnant Onion“ (Schwangere Zwiebel) eingebracht hat.

Lieferumfang: Je Jungflanze im 7cm Topf.

Die wichtigsten Eigenschaften:

  • Botanischer Name: Albuca bracteata (Synonym: Ornithogalum caudatum)

  • Wuchsform: Ausdauernde Zwiebelpflanze, krautige, überhängende Blätter von bis zu 60 bis 100 Zentimetern Länge

  • Blütenpracht: Filigrane, weiße Sternenblüten mit einem markanten grünen Mittelstreifen an aufrechten, langen Trauben im Frühjahr oder Sommer

  • Besonderheit: Bildet fortlaufend sichtbare Brutknollen direkt an der Mutterzwiebel aus

  • Standort: Sehr hell und sonnig, verträgt trockene Raumluft hervorragend

Herkunft & Kultureller Hintergrund:

Ursprünglich stammt die Falsche Meerzwiebel aus den trockenen, sonnenverwöhnten Regionen Südafrikas. Dort hat sie gelernt, in ihrer dickfleischigen Zwiebel extreme Wassermengen zu speichern, um monatelange Dürreperioden unbeschadet zu überstehen. Unter ihrem weit verbreiteten älteren Namen Ornithogalum caudatum fand das botanische Kuriosum bereits im 19. Jahrhundert den Weg nach Europa. Schnell entwickelte sie sich zu einer beliebten, unverwüstlichen Fensterbankpflanze in historischen Pflanzensammlungen, da sie bereitwillig ihre kleinen „Babys“ an neugierige Pflanzenfreunde verschenkt.

Traditionelle Anwendung & Botanischer Hinweis: In ihrer Heimat und der historischen Volksheilkunde wurde der Saft der Zwiebel traditionell zur Behandlung von kleineren Wunden, Insektenstichen oder Hautreizungen auf der Haut angewendet, ähnlich wie man es von der Aloe Vera kennt. Aus botanischer Sicht ist hierbei jedoch Vorsicht geboten: Die Pflanze enthält herzwirksame Glykoside sowie scharfe Calciumoxalat-Kristalle, weshalb sie beim Verzehr stark giftig ist. Da der Saft bei empfindlichen Personen auch Hautreizungen oder allergische Reaktionen auslösen kann, sollte sie trotz ihrer volksmedizinischen Geschichte nicht unbedacht angewendet werden und außerhalb der Reichweite von Kindern und Haustieren stehen.

Botanische Besonderheit: Die sichtbare Brutstube

Das Wachstum dieser skurrilen Zwiebelpflanze ist ein ständiges Spektakel für das Auge. Die Hauptzwiebel sitzt flach auf dem Substrat auf und wird mit den Jahren immer kräftiger und grüner. Unter der dünnen, fast transparenten Schutzhaut entwickeln sich kontinuierlich kleine, erbsengroße Brutknollen.

Sobald diese reif sind, sprengen sie die papierne Hülle der Mutterpflanze und fallen meist von ganz allein auf die Erde, wo sie innerhalb weniger Tage eigene Wurzeln schlagen. Wer möchte, kann die kleinen Zwiebelchen auch vorsichtig per Hand ablösen und in eigene Töpfe setzen – eine einfachere und dankbarere Vermehrung gibt es in der Pflanzenwelt kaum.

Architektonische Blütenstände im Sommer

Neben der kuriosen Zwiebelform überrascht die Pflanze im Laufe des Jahres mit einem imposanten Blütenstängel. Dieser schießt oft weit über einen Meter steil nach oben und trägt eine Traube aus bis zu hundert kleinen, sternförmigen Einzelblüten. Die zarten, weißen Blütenblätter sind jeweils von einem eleganten, olivgrünen Längsstreifen durchzogen. Die Blütezeit erstreckt sich über mehrere Wochen, da sich die Knospen von unten nach oben nacheinander öffnen.

Ansprüche und Pflege im Haus und Sommergarten

In puncto Pflegeleichtigkeit ist dieser südafrikanische Überlebenskünstler kaum zu schlagen. Ein heller, vollsonniger Platz auf der Fensterbank ist ideal, damit die Blätter kräftig bleiben und nicht vergeilen. Beim Substrat ist eine durchlässige Kakteen- oder Sukkulentenerde perfekt, da Staunässe das einzige ist, was die Zwiebel faulen lässt.

Gegossen wird sehr mäßig – die Erde darf zwischen den Wassergaben ruhig komplett austrocknen. Im Winter freut sich die Pflanze über eine kühlere Ruhephase bei etwa 10 bis 15 Grad, in der das Gießen fast vollständig eingestellt wird. Den Sommer verbringt das Gewächs übrigens auch liebend gern an einem regengeschützten, sonnigen Platz auf dem Balkon oder der Terrasse.

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