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Balsabaum (Ochroma pyramidale) - Samen - Der tropische Rekordhalter mit dem leichtesten Holz der Welt
€2,30
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Der Balsabaum, berühmt für das leichteste Holz der Welt, ist eine faszinierende und außergewöhnlich schnellwüchsige Tropenpflanze. In seiner natürlichen Umgebung wächst er rasant in die Höhe, und auch als Kübelpflanze im Haus oder beheizten Wintergarten besticht er durch sein geradezu explosives Wachstum. Sein markantestes Merkmal sind die riesigen, weich behaarten, herzförmigen Blätter, die ein fantastisches Dschungel-Flair in jeden Raum zaubern. Für mein Sortiment habe ich diese seltene Art ausgewählt, weil es ein unvergleichliches Erlebnis ist, diesem exotischen Baum beim Wachsen zuzusehen - eine echte Rarität für Tropenliebhaber und alle, die das Besondere suchen.
Lieferumfang: Je 10/ 50 Samen
Aussaat auf einen Blick:
| Eigenschaft | Hinweis |
| Vorzucht (Haus) | Ganzjährig bei gleichmäßiger Wärme möglich, optimalerweise im Frühjahr |
| Saattiefe | 0,5 cm (Samen nur ganz leicht mit Erde bedecken) |
| Keimtemperatur | 25 bis 30 Grad Celsius (Bodenwärme ist essenziell) |
| Keimdauer | 14 bis 42 Tage (Samen vorab 24h in warmem Wasser quellen lassen) |
Wuchsform, Standort und Pflege:
Ochroma pyramidale ist ein extrem schnellwüchsiger, immergrüner Laubbaum, der in den Tropen stattliche Ausmaße annimmt. Bei uns lässt er sich durch einen gezielten, regelmäßigen Rückschnitt als beeindruckende Kübelpflanze kultivieren. Er benötigt zwingend einen sehr hellen, warmen und sonnigen Standort, idealerweise an einem großen Südfenster oder im Wintergarten. Die Erde sollte locker, durchlässig und humusreich sein - eine Beimischung von Perlite sorgt für die nötige Belüftung. Aufgrund des enormen Wachstums hat der Balsabaum in der Vegetationsperiode einen extrem hohen Wasser- und Nährstoffbedarf. Der Wurzelballen sollte immer leicht feucht gehalten werden, Staunässe führt jedoch unweigerlich zum Faulen der Wurzeln. Im Winter muss er sehr hell und bei mindestens 15 Grad überwintern.
Systematik, Besonderheiten und Nutzung:
Botanisch gehört der Balsabaum zur Familie der Malvengewächse (Malvaceae) und wird dort der Unterfamilie der Wollbaumgewächse (Bombacoideae) zugeordnet. Er ist die einzige Art in der sogenannten monotypischen Gattung Ochroma. Ältere, gut gepflegte Bäume bilden imposante, trichterförmige Blüten in Cremeweiß bis Gelb aus. Diese öffnen sich in der Regel erst am späten Nachmittag oder Abend und werden in der Natur hauptsächlich von Fledermäusen bestäubt.
Wirtschaftlich ist der Baum weltweit durch sein extrem leichtes und weiches, aber im Verhältnis zu seinem Gewicht erstaunlich stabiles Holz (Balsaholz) berühmt. Es wird wegen seiner geringen Dichte intensiv im Flugzeug- und Schiffsmodellbau, für den Kern von Surfbrettern, im Bau von Rotorblättern für Windkraftanlagen sowie für hochwertige Tischtennisschläger eingesetzt. Weltweite Bekanntheit erlangte das Holz auch durch die legendäre Kon-Tiki-Expedition von Thor Heyerdahl, dessen Floß aus massiven Balsastämmen gefertigt war. In der Zimmerkultur steht jedoch der immense Zierwert der gigantischen Dschungel-Blätter absolut im Vordergrund.
Herkunft:
Der Balsabaum stammt ursprünglich aus den feuchtwarmen, tropischen Regenwäldern der Neotropis. Sein natürliches Verbreitungsgebiet erstreckt sich vom südlichen Mexiko über Mittelamerika und die Karibik bis tief nach Brasilien und Bolivien. In diesen Ökosystemen wächst er klassischerweise als Pionierpflanze. Wenn im dichten Dschungel alte Baumriesen umstürzen und plötzlich Lichtlücken im Kronendach entstehen, keimen die Balsasamen rasend schnell und wachsen in der Natur mit bis zu fünf Metern pro Jahr dem Licht entgegen. Diese extreme Wuchskraft und die perfekte Anpassung an die rasche Besiedlung offener, sonniger Lichtungen erklären auch seinen enormen Drang zum Licht in der Zimmerkultur.