Zitronenmelisse (Melissa officinalis) - Aromatisches Heil- und Würzkraut
Mit ihrem unverwechselbaren, frischen Zitronenduft ist die Zitronenmelisse - auch einfach nur Melisse genannt - eine absolute Bereicherung für jeden Kräutergarten. Sie ist nicht nur ein fantastisches Würzkraut und eine altbewährte Heilpflanze, sondern auch ein echter Bienenmagnet!
Kräftige Pflanzen im 9er Topf.
Wuchs & Aussehen
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Lebensdauer: Mehrjährige, frostharte Staude.
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Wuchshöhe: Erreicht je nach Standort eine Höhe von 50 bis 90 cm.
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Habitus: Buschig und aufrecht wachsend mit sattgrünen, herzförmig gezähnten Blättern.
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Blüte: Von Juli bis August bilden sich kleine weiße bis zartrosa Lippenblüten, die eine extrem wichtige Nahrungsquelle für Bienen und Hummeln darstellen.
Standort und Pflege
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Standort: Sonnig bis halbschattig und windgeschützt.
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Boden: Durchlässig, locker, mäßig feucht und nährstoffreich.
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Pflege & Ausbreitung: Melisse ist sehr wuchsfreudig! Sie breitet sich gerne über Wurzelausläufer und Selbstaussaat im Garten aus. Wer das verhindern möchte, sollte sie im Topf kultivieren oder rigoros vor der Blüte/Samenreife zurückschneiden. Ein Rückschnitt fördert zudem den frischen, buschigen Neuaustrieb.
Herkunft Ursprünglich stammt die Melisse aus dem östlichen Mittelmeerraum und Westasien. Im frühen Mittelalter brachten Benediktinermönche die Pflanze über die Alpen nach Mitteleuropa, wo sie seitdem in Bauerngärten heimisch geworden ist.
Inhaltsstoffe Die wertvollen Eigenschaften verdankt die Pflanze vor allem ihren ätherischen Ölen (Citral, Citronellal und Geraniol), die für den intensiven Zitronengeruch sorgen. Zudem enthält sie wichtige Gerbstoffe (insbesondere Rosmarinsäure), Bitterstoffe und Flavonoide.
Nutzung
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In der Küche: Perfekt für erfrischende Tees, Limonaden, Cocktails oder als Aroma in Süßspeisen, Obstsalaten und Quarkspeisen. Auch zu Fisch und Geflügel passt das feine Zitronenaroma hervorragend. Tipp: Die Blätter immer frisch verwenden und nicht mitkochen, da sie sonst an Aroma verlieren!
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Als Heilpflanze: Traditionell geschätzt für ihre beruhigende, krampflösende und leicht antivirale Wirkung. Häufig eingesetzt bei nervös bedingten Einschlafstörungen, Magen-Darm-Beschwerden oder in Salben gegen Lippenherpes.
Historisches Die Melisse hat eine königliche Vergangenheit: Im Jahr 812 ordnete Karl der Große in seiner Landgüterverordnung (Capitulare de villis) an, dass dieses Kraut in allen Kloster- und Apothekergärten seines Reiches angebaut werden muss. Der berühmte Arzt Paracelsus (16. Jh.) bezeichnete sie gar als "Lebenselixier". Zudem ist sie bis heute der Hauptbestandteil des berühmten "Karmelitergeistes" (bekannt z. B. als Klosterfrau Melissengeist).
Kurioses Der botanische Name Melissa stammt aus dem Griechischen und bedeutet schlichtweg "Honigbiene". Dieser Name ist Programm: Die Pflanze zieht Bienen geradezu magisch an. Schon in der Antike empfahl der Gelehrte Plinius, neue Bienenstöcke mit Melissenblättern auszureiben, um Schwärme anzulocken und die Bienen an ihr neues Zuhause zu binden.