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Weißer Senf (Sinapsis alba) - Samen - Seit Jahrtausenden in aller Munde
€1,80
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Der Weiße Senf, botanisch Sinapis alba, ist eine äußerst vielseitige und schnell wachsende Gewürz- und Nutzpflanze aus der Familie der Kreuzblütler. Bekannt für seine leuchtend gelben Blüten und die pikanten Samen, eignet er sich nicht nur hervorragend zur eigenen Senfherstellung oder zum Würzen, sondern leistet auch als erstklassige Gründüngung wertvolle Dienste zur Bodenverbesserung.
Lieferumfang: Je 20/ 50/ 200 Samen
Tipps zur Aussaat im Überblick:
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Direktsaat: Eine problemlose Direktsaat im Freiland ist von März bis September möglich (sollen Körner geerntet werden, bis spätestens Mai säen)
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Saattiefe: Samen etwa 1 bis 2 cm tief in die Erde einbringen
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Keimtemperatur: Keimt bereits bei kühlen Temperaturen ab etwa 5 bis 10 Grad Celsius sehr zuverlässig
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Keimdauer: Sehr rasch, erste Keimlinge zeigen sich meist schon nach 4 bis 8 Tagen
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Feuchtigkeit: Die Erde in der Keimphase gleichmäßig feucht, aber nicht nass halten
Wuchsform, Standort und Pflege:
Die Pflanze wächst aufrecht, verzweigt und erreicht je nach Bodenbeschaffenheit eine Höhe von 60 bis 120 Zentimetern. Der ideale Standort ist sonnig bis halbschattig. An den Boden stellt der Weiße Senf kaum Ansprüche, ein normaler, durchlässiger Gartenboden reicht völlig aus. Als äußerst pflegeleichte Kultur benötigt er in der Regel keine zusätzliche Düngung und muss nur bei anhaltenden Trockenperioden gegossen werden. Durch das rasche und dichte Wachstum wird Beikraut auf natürliche Weise unterdrückt.
Ernte und vielseitige Nutzung:
Die Samen dienen als klassische, milde Würze für Einmachgemüse, wie etwa Gewürzgurken und Kürbisse, oder lassen sich gemörsert und mit Essig und Wasser zu feiner Senfpaste verarbeiten. Bereits nach wenigen Tagen können die Samen auch als pikante Sprossen auf der Fensterbank gezogen werden. Die jungen Blätter sind ebenfalls essbar und verleihen frischen Salaten eine angenehme, rettichartige Schärfe.
Im Gartenbau spielt der Weiße Senf zudem eine herausragende Rolle als Gründüngung. Die tiefen Wurzeln lockern verdichtete Böden auf, während die üppige Blattmasse die Erde vor Austrocknung und Erosion schützt. Spezielle Züchtungen werden gezielt zur biologischen Bekämpfung von Nematoden (Fadenwürmern) eingesetzt. Im Winter friert die Pflanze ab, sodass die verbleibenden organischen Reste im Frühjahr problemlos als natürlicher Dünger untergegraben werden können.
Historie und Herkunft:
Der Weiße Senf stammt ursprünglich aus dem Mittelmeerraum und blickt auf eine jahrtausendealte Kulturgeschichte zurück. Bereits in der Antike wurde die Pflanze von den Griechen und Römern sowohl als Heilmittel als auch als schmackhaftes Gewürz außerordentlich geschätzt. Es waren schließlich die Römer, die den Senf auf ihren Feldzügen über die Alpen nach Mitteleuropa brachten. Im Mittelalter gehörte Senf zu den ganz wenigen scharfen Gewürzen, die auch für die breite Bevölkerung erschwinglich waren. Er wurde in fast jedem Kloster- und Bauerngarten kultiviert, um schwere Fleischspeisen bekömmlicher zu machen und den oft einfachen Speiseplan aufzuwerten. Heute ist die Pflanze in vielen gemäßigten Klimazonen weltweit verbreitet und tief in der europäischen Küchentradition verwurzelt.