amorphophallus konjac teufelszunge blüte

Teufelszunge (Amorphophallus konjac) - Die bizarre Schönheit mit dem Diät-Geheimnis

Angebotspreis  €5,50 Normaler Preis  €7,00
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Teufelszunge (Amorphophallus konjac) - Die bizarre Schönheit mit dem Diät-Geheimnis

Angebotspreis  €5,50 Normaler Preis  €7,00

Du warst von der Titanwurz fasziniert, hast aber Respekt vor der Pflege? Dann ist die Teufelszunge genau dein Ding! Sie ist die unkomplizierte, absolut robuste kleine Schwester aus der Familie der Aronstabgewächse. Sie bietet eine spektakuläre Blüte, ein Blatt, das aussieht wie ein kleiner Baum, und liefert ganz nebenbei den Rohstoff für das ultimative Superfood.

Lieferumfang: Je drei Knollen (ca. 1,5-3cm)

Wuchs & Aussehen

  • Lebensdauer: Mehrjährige, knollenbildende Pflanze.

  • Wuchshöhe: Das einzige, schirmartige Blatt, das die Pflanze im Sommer ausbildet, wird oft über 1 Meter (teilweise bis zu 1,5 Meter) hoch und sieht aus wie eine kleine Palme.

  • Habitus: Ein absoluter Hingucker ist der Blattstiel! Er ist glatt und markant gefleckt, sodass er verblüffend echt wie die Haut einer Schlange aussieht (daher auch oft der Name "Schlangenpalme").

  • Blüte: Wenn die Knolle groß genug ist (ab ca. 500 g Knollengewicht), treibt sie im späten Winter eine riesige, tief weinrote bis schwarz-violette Blüte in Form einer gigantischen Calla aus, aus deren Mitte ein langer Kolben (die "Teufelszunge") ragt.

Herkunft Ihre ursprüngliche Heimat liegt im feuchtwarmen Südostasien (besonders in China, Japan und Vietnam), wo sie in schattigen bis halbschattigen Wäldern wächst.

Inhaltsstoffe (Das Abnehm-Wunder & ein WICHTIGER WARNHINWEIS)

  • Die Zauberfaser: Die Knolle ist reich an Glucomannan. Dieser extrem quellfähige Ballaststoff kann das 50-fache(!) seines eigenen Gewichts an Wasser binden.

  • Achtung, roh giftig! Wie alle Aronstabgewächse enthält die Pflanze in allen Teilen scharfe Calciumoxalatkristalle. Die Knolle darf auf keinen Fall roh gegessen werden, sondern muss aufwendig verarbeitet werden.

Nutzung

  • In der Küche (Fitness-Food): In Asien wird aus dem Mehl der Knolle seit Jahrhunderten Gelee, Mehl und Nudeln hergestellt. Bei uns kennt man sie heute vor allem als kalorienfreie "Shirataki-Nudeln" – der feuchte Traum jeder Low-Carb-Diät, da sie extrem satt machen, aber fast null Kalorien haben.

  • In der Kosmetik: Aus den Pflanzenfasern werden die berühmten, extrem weichen "Konjac-Schwämme" zur sanften Gesichtsreinigung hergestellt.

  • Im Garten/Haus: Eine faszinierende Zierpflanze, die sich im Sommer wunderbar auf dem Balkon oder im Gartenbeet macht.

Historisches In Japan wird die Konjakwurzel schon seit dem 6. Jahrhundert als wertvolle Heil- und Nahrungspflanze kultiviert. Sie wurde ursprünglich als Medizin gegen Husten und zur Darmreinigung ("Besen für den Magen") eingesetzt.

Kurioses (Das Wunder auf der Fensterbank, der "Duft" & die Fliegenfalle) Die Teufelszunge hat absolute Verrücktheiten auf Lager:

  1. Der Trockenblüher: Wenn die Knolle ihr blühfähiges Gewicht erreicht hat, weckt sie dich im späten Winter aus dem Nichts mit einer Blüte. Das Verrückte: Sie braucht dafür weder Erde noch Wasser! Du kannst die nackte Knolle einfach trocken hinlegen, und sie schiebt ihre gigantische Blüte allein aus der gespeicherten Kraft der Knolle heraus.

  2. Der Aas-Geruch (Gärtner-Tipp beachten!): Ähnlich wie die Titanwurz verströmt die Blüte für einige Tage einen extremen Duft nach verwestem Fleisch. Daher der absolute Profi-Tipp: Warte im Winter bis mindestens Februar, bevor du die ruhende Knolle wärmer legst! So zögerst du die Blüte künstlich etwas heraus und kannst die blühende Pflanze mitsamt ihrem bestialischen Gestank direkt vor die Tür ins Freie stellen. Stelle sie auf gar keinen Fall in den Hausflur! Da stinkt sonst das ganze Haus – es sei denn natürlich, du möchtest ungeliebte Nachbarn damit "erfreuen" ...

  3. Die Bestäubung (Eine clevere Falle): Der fiese Gestank hat einen Zweck: Er lockt Schmeißfliegen und Aaskäfer an. Diese krabbeln tief in den Kessel der Blüte hinab und werden dort durch extrem glatte Wände quasi über Nacht "gefangen" gehalten, um die ganz unten liegenden weiblichen Blüten zu bestäuben. Erst am nächsten Tag öffnen sich die männlichen Blüten, pudern die gefangenen Insekten großzügig mit frischem Pollen ein, und die Kesselwand wird wieder griffig, sodass die Fliegen entkommen können. Wichtig für Samensammler: Da die weiblichen und männlichen Blüten an ein und derselben Pflanze zeitversetzt reifen, um Inzucht zu vermeiden, benötigt man für eine erfolgreiche Bestäubung (und die Ernte der roten Beeren) in der Regel den Pollen einer zweiten, zeitgleich blühenden Teufelszunge!

Standort, Pflege & Überwinterung (Absolut anfängertauglich!)

  • Standort (Sommer): Halbschatten. Gerne ab Mitte Mai draußen im Gartenbeet oder in einem großen Kübel.

  • Boden: Humos, nährstoffreich und locker. Sie wächst im Sommer rasant und hat entsprechend großen Hunger und Durst.

  • Die Ruhephase (Winter): Wenn das schlangenartige Blatt im Herbst gelb wird und umkippt, zieht die Pflanze ein. Jetzt nimmst du die Knolle einfach aus der Erde, bürstest sie vorsichtig mit einer weichen Bürste ab und lagerst sie komplett trocken, dunkel, frostfrei und vor allem nicht zu warm! (Lagerst du sie zu warm, treibt die Blüte viel zu früh aus). Einfacher geht Überwintern nicht!

  • Der Kreislauf: Im Frühjahr zeigen sich an der Knolle winzige rosa "Hörnchen" – das ist der neue Austrieb! Sobald diese Hörnchen wachsen, pflanzt du sie einfach wieder in frische Erde, und das Spektakel beginnt von vorn.

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