Mittlerer Sonnentau (Drosera intermedia) - Samen

Mittlerer Sonnentau (Drosera intermedia) - Samen

€2,30
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Mittlerer Sonnentau (Drosera intermedia) - Samen
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Mittlerer Sonnentau (Drosera intermedia) - Samen

€2,30

Der heimische Insektenfänger für das Moorbeet

Lieferumfang: Je 30+ Samen.

Hol dir ein faszinierendes Stück heimischer Natur in den Garten! Der Mittlere Sonnentau ist eine von drei Sonnentauarten, welche auch in Deutschland heimisch sind. Er zählt zu den fleischfressenden Pflanzen und bezaubert durch seine unzähligen Tautropfen, welche gerade in den Morgenstunden in der Sonne glänzen und auf einen reichlichen Fang warten.

Wuchs & Aussehen

  • Lebensdauer: Mehrjährig und ausdauernd.

  • Wuchshöhe: Eine eher zierliche Pflanze, die meist nur bis ca. 5cm hoch wird.

  • Habitus: Wächst rosettenförmig. Die rötlichen Blätter sind mit feinen Tentakeln besetzt, an deren Enden klebrige Tropfen sitzen.

  • Überwinterung: Er ist vollkommen winterhart und bildet im Herbst eine sogenannte Winterrosette (Hibernakel), in die sich die Pflanze zurückzieht und mit der er die eisigen Wintermonate überdauert.

Herkunft Drosera intermedia kommt fast auf der gesamten Nordhalbkugel vor. Er wächst natürlicherweise in nassen, sauren Mooren und Sumpfgebieten. Der Bestand ist in freier Natur jedoch stark rückläufig, da diese sensiblen natürlichen Lebensräume leider immer weniger werden.

Fangmechanismus & Besonderheiten Anstatt Nährstoffe über tiefe Wurzeln aus dem Boden zu ziehen (was im Moor kaum möglich ist), hat sich der Sonnentau an seine karge Umgebung angepasst: Er fängt sich seinen Dünger selbst! Kleine Insekten wie Mücken bleiben an den klebrigen "Tautropfen" hängen. Die Blätter rollen sich dann langsam um die Beute, und spezielle Enzyme verdauen den Fang.

Nutzung Für Liebhaber ist die Pflege auch im eigenen Garten (in einem angelegten Moorbeet oder einem großen Moorkübel) hervorragend möglich. WICHTIGER HINWEIS: Es sind absolut keine Zimmerpflanzen! Sie brauchen die Jahreszeiten, frische Luft und die Winterruhe im Freien.

Historisches & Kurioses Wegen seiner glänzenden Tropfen wurde der Sonnentau früher oft von Alchemisten geschätzt, die das Sekret für "Sonnenwasser" hielten und magische Tränke daraus brauten. Heute ist die größte Magie der Pflanze ihre ausgeklügelte Anpassung an extreme, nährstoffarme Lebensräume.

Standort, Pflege & andere wichtige Dinge Wer fleischfressende Pflanzen hält, muss ein paar goldene Regeln beachten, da sie ganz anders ticken als normale Gartenpflanzen:

  • Standort: Der Mittlere Sonnentau benötigt zwingend einen vollsonnigen Standort.

  • Substrat: Normale Blumenerde ist tödlich! Die Pflanzen brauchen ein Spezialsubstrat auf Torfbasis (bzw. für fleischfressende Pflanzen geeignetes, ungedüngtes und saures Substrat). Hier erhältlich!

  • Gießen: Nur mit Regenwasser (alternativ destilliertem Wasser) bewässern! Leitungswasser enthält Kalk und Nährstoffe, was die Wurzeln zerstört. Die Pflanzen müssen im sogenannten Anstauverfahren bewässert werden – das Substrat sollte also ständig richtig nass gehalten werden (der Topf darf regelrecht im Wasser stehen).


Aussaatanleitung: Mittlerer Sonnentau (Drosera intermedia)

Die Anzucht von fleischfressenden Pflanzen erfordert ein wenig Geduld, ist aber ein absolut faszinierendes Erlebnis!

Wann wird gesät?

  • Direktsaat: Die Samen brauchen vor dem Keimen zwingend eine Kälteperiode (es sind sogenannte Kaltkeimer). Daher ist es am besten, sie direkt vor dem Winter (Herbst bis Frühwinter) an Ort und Stelle auszusäen.

Wie wird gesät?

  • Das richtige Bett: Bereite einen Topf oder das Moorbeet mit dem nassen Spezialsubstrat (Torfbasis) vor.

  • Saattiefe (Lichtkeimer!): Die Samen von Drosera sind staubfein und absolute Lichtkeimer. Streue sie nur oberflächlich auf das klatschnasse Substrat und drücke sie maximal ganz leicht an. Auf keinen Fall mit Erde bedecken!

  • Keimbedingungen: Lass den Topf oder das Beet den Winter über draußen stehen (immer nass halten!). Die Kälte bricht die Keimhemmung der Samen.

  • Keimung: Sobald die Tage im Frühjahr wieder wärmer und heller werden, beginnen die winzigen Samen zu keimen. Zuerst zeigen sich mikroskopisch kleine grüne Pünktchen, die bald ihre ersten winzigen Klebetropfen ausbilden.

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