Zu Produktinformationen springen
Liebstöckel/ Maggikraut (Levisticum officinale) - Samen
€2,10
Abholung bei Bei der Kirche 3 verfügbar
Gewöhnlich fertig in 24 Stunden
Der Liebstöckel, botanisch Levisticum officinale und weithin als Maggikraut bekannt, ist eine imposante, mehrjährige Würz- und Heilpflanze aus der Familie der Doldenblütler. Mit seinem extrem kräftigen, an Sellerie erinnernden Aroma ist er ein absoluter Klassiker im traditionellen Kräuter- und Bauerngarten. Die robuste Staude besticht nicht nur durch ihre enorme Würzkraft, sondern auch durch ihren beeindruckenden, ausladenden Wuchs, der sie zu einer markanten Strukturpflanze im Beet macht.
Lieferumfang: Je 20 Samen
Tipps zur Aussaat im Überblick:
-
Vorzucht: Ab März im Haus auf einer hellen Fensterbank, Direktsaat im Freiland von April bis August möglich
-
Saattiefe: Lichtkeimer! Die Samen werden nicht mit Erde bedeckt, sondern nur sanft an das Aussaatsubstrat angedrückt
-
Keimtemperatur: 15 bis 20 Grad Celsius
-
Keimdauer: Meist zwischen 14 und 21 Tagen
-
Feuchtigkeit: Das Substrat während der Keimphase gleichmäßig feucht, aber niemals nass halten
-
Auspflanzen: Ab Mai an den endgültigen Standort setzen, dabei zwingend einen großzügigen Pflanzabstand von mindestens 50 bis 80 cm einhalten, da die Pflanze viel Platz beansprucht
Wuchsform, Standort und Pflege:
Liebstöckel wächst als ausdauernde, absolut winterharte Staude und entwickelt sich im Laufe der Jahre zu einer kräftigen Pflanze, die problemlos Wuchshöhen von 1,5 bis über 2 Metern erreichen kann. Der ideale Standort ist sonnig bis halbschattig. Der Boden sollte tiefgründig, nährstoffreich und nicht zu trocken sein. Ein durchlässiges Substrat, gerne aufgewertet mit hochwertigem Kompost, fördert die vitale Entwicklung der dicken, fleischigen Pfahlwurzel. Die Pflanze ist äußerst pflegeleicht: Im späten Herbst zieht das Laub komplett ein und kann bodennah abgeschnitten werden. Im zeitigen Frühjahr treibt der Wurzelstock dann zuverlässig und kräftig wieder aus.
Ernte und Nutzung:
Die frischen, dunkelgrünen Blätter können von Frühjahr bis in den späten Herbst laufend geerntet werden. Das intensive, würzige Aroma ist sehr hitzebeständig und eignet sich hervorragend zum Mitkochen in kräftigen Suppen, Eintöpfen, Saucen und Fleischgerichten. Da die Würzkraft extrem hoch ist, sollte das Kraut stets sparsam dosiert werden. Neben den Blättern lassen sich im Spätsommer auch die aromatischen Doldensamen ernten, und die getrocknete Wurzel findet traditionell Anwendung in der Kräuterkunde.
Herkunft:
Ursprünglich stammt der Liebstöckel vermutlich aus dem Nahen oder Mittleren Osten. Im frühen Mittelalter gelangte er über die Alpenwege nach Europa, wurde intensiv in europäischen Klostergärten kultiviert und hat sich seitdem als fester Bestandteil der mitteleuropäischen Garten- und Küchenkultur etabliert.