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Cherimoya/ Rahmapfel (Annona cherimola) - Samen
€2,80
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Die Cherimoya, botanisch Annona cherimola, ist ein faszinierendes tropisches Ziergehölz aus der Familie der Schuppenapfelgewächse. In meinem Sortiment schätze ich sie ganz besonders für ihr großes, samtiges Laub und den exotischen Wuchs, der direkt karibisches Flair auf die heimische Terrasse oder in den Wintergarten zaubert. Auch wenn sie bei uns vorrangig als attraktive Kübelpflanze gehalten wird, ist sie ein echtes optisches Highlight für jeden passionierten Pflanzenliebhaber.
Lieferumfang: Je 5 Samen
Tipps zur Aussaat im Überblick:
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Vorbehandlung: Die harten, dunklen Samen weiche ich vor der Aussaat für etwa 24 bis 48 Stunden in lauwarmem Wasser ein, um die Keimung zu beschleunigen.
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Vorzucht: Eine Aussaat im Haus ist ganzjährig problemlos möglich.
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Saattiefe: Die Samen etwa 1 bis 2 cm tief in lockere, keimfreie Anzuchterde setzen.
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Keimtemperatur: Ein sehr warmer Platz ist wichtig; ideal ist eine konstante Bodenwärme von etwa 22 bis 27 Grad Celsius.
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Keimdauer: Oft etwas unregelmäßig, bei guten Bedingungen zeigen sich die Keimlinge meist nach 3 bis 6 Wochen, manchmal kann es aber auch länger dauern.
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Feuchtigkeit: Das Substrat stets gleichmäßig feucht, aber unter keinen Umständen nass halten, um Fäulnis zu vermeiden.
Wuchsform, Standort und Pflege:
Die Cherimoya wächst als kleiner, gut verzweigter Strauch oder Baum, der im Kübel durch regelmäßigen Rückschnitt sehr gut in Form gehalten werden kann. Das große, auf der Unterseite leicht filzige Laub ist äußerst dekorativ. Für ein gesundes Wachstum empfehle ich einen warmen, hellen Standort, der gut vor kalten, trockenen Winden geschützt ist. Das Substrat mische ich für meine Pflanzen gerne mit reichlich Perlit, Bims oder Sand auf, da die fleischigen Wurzeln extrem empfindlich auf Staunässe reagieren. Während der Wachstumsphase im Sommer muss regelmäßig gegossen werden, wobei die oberste Erdschicht zwischen den Wassergaben immer leicht abtrocknen sollte.
Da die Annona cherimola absolut keinen Frost verträgt, hole ich meine Kübelpflanzen rechtzeitig vor den ersten kalten Nächten ins Haus. Die Überwinterung gelingt am besten in einem hellen, mäßig kühlen Raum (Kalthaus oder kühler Wintergarten). In dieser Ruhephase verliert die Pflanze im späten Winter oder zeitigen Frühjahr natürlicherweise meist ihr komplettes Laub – das ist völlig normal, sie treibt kurz darauf zuverlässig wieder neu aus. Während des blattlosen Zustands halte ich das Substrat zwingend deutlich trockener, um Wurzelfäule vorzubeugen.
Historie und Herkunft:
Ihren Ursprung hat die Cherimoya in den höher gelegenen, gemäßigten bis subtropischen Tälern der Anden, vorrangig in Peru und Ecuador. Bereits die Inkas schätzten und kultivierten die Pflanze intensiv, was sich in zahlreichen archäologischen Funden und detailreichen Terrakotta-Gefäßen aus dieser Zeit widerspiegelt. Der Name "Cherimoya" leitet sich aus der indigenen Quechua-Sprache ab (chirimuya) und bedeutet frei übersetzt etwa "kalter Samen", was auf ihre natürliche Heimat in den kühleren Hochlandregionen hindeutet, wo sie an frostfreie, aber nicht übermäßig heiße Bedingungen angepasst ist. Spanische Seefahrer brachten sie im 18. Jahrhundert schließlich nach Europa, wo sie sich heute besonders im milden Klima des südlichen Mittelmeerraumes etabliert hat.
Frucht und Geschmack: Die großen, herzförmigen bis ovalen Früchte der Cherimoya sind eine wahre kulinarische Seltenheit. Unter der grünen, charakteristisch geschuppten Schale verbirgt sich ein reinweißes, saftiges Fruchtfleisch von unvergleichlich cremiger, fast sahniger Konsistenz. Geschmacklich bietet die Cherimoya ein hochkomplexes, tropisches Erlebnis: Im Vordergrund steht eine intensive, samtige Süße, die an reife Bananen, Papaya und einen Hauch Vanille erinnert. Abgerundet wird dieses Profil durch eine ganz feine, erfrischend säuerliche Note im Hintergrund, die das süße Aroma perfekt ausbalanciert und leicht an Ananas oder Erdbeeren erinnert. Bilden sich im optimal temperierten Wintergarten tatsächlich Früchte, lassen sich diese nach der Ernte am besten leicht gekühlt halbieren und pur auslöffeln. Die großen, schwarzen Samen werden dabei nicht mitverzehrt.