bockshornklee griechisch heu Trigonella foenum-graecum

Bockshornklee/ Griechisch Heu (Trigonella foenum-graecum) - Samen - Würziger Allrounder

20 Samen
€1,80
Skip to product information
bockshornklee griechisch heu Trigonella foenum-graecum

Bockshornklee/ Griechisch Heu (Trigonella foenum-graecum) - Samen - Würziger Allrounder

€1,80
Menge

Pickup available at Bei der Kirche 3

Usually ready in 24 hours

View store information

Bockshornklee/ Griechisch Heu (Trigonella foenum-graecum) - Samen - Würziger Allrounder

20 Samen

Bei der Kirche 3

Pickup available, usually ready in 24 hours

Bei der Kirche 3
35216 Biedenkopf
Germany

+491753361175
Der Bockshornklee ist eine traditionelle, wärmeliebende und einjährige Würz- und Heilpflanze aus der Familie der Hülsenfrüchtler. Er bildet zarte, kleeartige Blätter und blüht im Sommer mit feinen, hellgelben bis cremeweißen Blüten. Seinen deutschen Namen verdankt er den langen, gebogenen Samenhülsen, die optisch stark an die Hörner eines Ziegenbocks erinnern. Die gesamte Pflanze verströmt einen intensiven, würzigen Duft, der sofort an orientalische Curry-Mischungen erinnert. Für den Gewürzgarten oder den großen Kübel auf dem Balkon ist er eine absolute Bereicherung.

Lieferumfang: Je 20/ 50/ 200 Samen

Meine Erfahrungen und Tipps zur Aussaat

  • Zeitpunkt: Ich empfehle die Direktsaat ins Freiland ab Ende April bis Mai, sobald sich der Boden gut erwärmt hat.

  • Saattiefe: Der Bockshornklee ist ein Dunkelkeimer. Die Samen sollten daher etwa 1 bis 2 cm tief in die Erde gesetzt, leicht angedrückt und gut mit Substrat bedeckt werden.

  • Keimtemperatur: Ideal für eine gleichmäßige Keimung sind Temperaturen zwischen 15 und 20 Grad Celsius.

  • Keimdauer: Unter guten Bedingungen zeigen sich die ersten Keimlinge meist recht zügig nach 1 bis 2 Wochen.

  • Feuchtigkeit: Das Saatbett bis zur vollständigen Keimung gleichmäßig feucht, aber nicht nass halten.

Wuchsform, Standort und Pflege
Die Pflanze liebt einen vollsonnigen und geschützten Standort. Sie wächst aufrecht, leicht verzweigt und erreicht je nach Standortbedingungen eine Wuchshöhe von etwa 30 bis 60 cm. Da der Bockshornklee eine recht tiefe Pfahlwurzel bildet, sollte der Boden tiefgründig und gut durchlässig sein. Wer ihn im Kübel zieht, sollte ein entsprechend tiefes Gefäß wählen.

Was die Pflege angeht, ist er äußerst genügsam. Da der Bockshornklee zu den Leguminosen (Hülsenfrüchtlern) gehört, geht er an seinen Wurzeln eine Symbiose mit Knöllchenbakterien ein und bindet selbstständig Stickstoff aus der Luft. Daher verzichte ich bei dieser Pflanze absolut auf zusätzliche Düngegaben! Ein Übermaß an Nährstoffen schadet der Pflanze eher, lässt sie mastig werden und mindert das feine Aroma. Ich säe ihn einfach in normale, gut aufgelockerte Gartenerde – das reicht ihm als Basis für die gesamte Saison völlig aus.

Ernte und Nutzung
Bockshornklee ist in der Küche ein echter Allrounder. Die reifen, getrockneten Samen sind ein unverzichtbarer Bestandteil fast jeder guten Curry-Mischung und geben auch selbstgebackenem Brot eine wunderbare, rustikale Würze.
Mein kulinarischer Tipp: Die harten Samen vor dem Mörsern kurz ohne Fett in einer Pfanne anrösten. Das nimmt ihnen die ganz leichten Bitterstoffe und intensiviert das warme, nussige Aroma enorm.
Neben den Samen können auch die Blätter genutzt werden – entweder frisch im Salat oder getrocknet. In der indischen und persischen Küche werden die getrockneten Blätter als "Kasuri Methi" hochgeschätzt. Wer außerhalb der Saison Lust auf das Aroma hat: Die Samen eignen sich auch hervorragend, um sie das ganze Jahr über auf der Fensterbank als würzige Sprossen oder Microgreens zu ziehen.

Historisches & Kurioses
Der Bockshornklee blickt auf eine beeindruckend lange Kulturgeschichte zurück. Schon im antiken Ägypten wurde er großflächig angebaut; man fand die Samen sogar als wertvolle Beigabe in den Grabkammern der Pharaonen. In Mitteleuropa ordnete Karl der Große im Jahr 795 in seiner berühmten Landgüterverordnung (Capitulare de villis) den systematischen Anbau der Pflanze in den kaiserlichen Gärten an, um die Versorgung des Reiches zu sichern. Auch Universalgelehrte wie Hildegard von Bingen und später Pfarrer Sebastian Kneipp schätzten die Pflanze sehr und setzten sie aufgrund ihrer vielseitigen Eigenschaften fest in der traditionellen Kräuterkunde ein.

You might also like this