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Blauer Garteneibisch/ Scharonrose (Hibiscus syriacus) - Samen - Der winterharte Eibisch in edlem blau
€2,40
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Der Garteneibisch, botanisch Hibiscus syriacus, bringt echtes Südsee-Flair in den heimischen Garten, ohne dass man sich im Winter Sorgen um den Frostschutz machen muss. Während die meisten anderen Gehölze im Hochsommer ihre Blütezeit längst hinter sich haben, läuft dieser Strauch ab Juli erst zur Höchstform auf. Er öffnet unzählige große, schalenförmige Blüten in einem seltenen, kühlen Blau bis Violettblau mit einer tiefroten, fast bordeauxfarbenen Mitte. Ich schätze diesen Strauch besonders als zuverlässigen Spätblüher, der bis in den Oktober hinein Farbe in den Garten oder auf die Terrasse bringt und dabei eine wertvolle Nahrungsquelle für Hummeln und Bienen darstellt.
Lieferumfang: Je 20 Samen
Aussaat auf einen Blick:
| Eigenschaft | Hinweis |
| Vorzucht (Haus) | Ganzjährig möglich, idealerweise von Februar bis April |
| Saattiefe | Ca. 0,5 bis 1 cm (Samen vorab 24 Stunden in lauwarmem Wasser vorquellen lassen) |
| Keimtemperatur | 20 bis 25 Grad Celsius |
| Keimdauer | 14 bis 30 Tage (Substrat konstant leicht feucht halten) |
Wuchsform, Standort und Pflege:
Hibiscus syriacus wächst als aufrechter, gut verzweigter, sommergrüner Strauch und erreicht im Freiland je nach Standort eine Höhe von etwa 1,5 bis 2,5 Metern. Er lässt sich aber auch hervorragend im großen Kübel kultivieren. Eine Besonderheit des Garteneibischs ist sein sehr später Austrieb im Frühjahr – oft zeigen sich die ersten gelappten Blätter erst im Mai, wenn viele andere Sträucher schon voll belaubt sind. Er verlangt nach einem vollsonnigen, warmen und windgeschützten Platz; im Schatten fällt die Blüte deutlich geringer aus. Der Boden sollte nährstoffreich, humos und gut durchlässig sein, da die Wurzeln keine Staunässe vertragen. Da der Garteneibisch seine Knospen ausschließlich am diesjährigen Holz bildet, kann ich ihn im zeitigen Frühjahr vor dem Austrieb problemlos kräftig zurückschneiden. Das hält die Pflanze kompakt und regt die Bildung neuer, blühstarker Triebe an.
Winterhärte und Überwinterung:
Ausgepflanzte, ältere Exemplare sind in unseren Breitengraden gut winterhart und überstehen Temperaturen bis etwa -20 Grad Celsius problemlos. Lediglich die aus Samen gezogenen Jungpflanzen sind in den ersten zwei bis drei Wintern noch etwas frostempfindlich. Ich überwintere junge Exemplare daher anfangs im Topf an einem kühlen, frostfreien Ort bei etwa 5 bis 10 Grad Celsius (da sie im Winter ihr Laub abwerfen, benötigen sie in dieser Ruhephase kaum Licht und nur sehr wenig Wasser) oder schütze sie im Freiland dick mit Reisig und Laub, bis das Holz vollständig ausgereift ist.
Nutzung und Besonderheiten:
Neben seinem hohen Zierwert als Solitärgehölz oder in blühenden Hecken ist der Garteneibisch auch kulinarisch interessant. Die großen Blütenblätter sind essbar, haben einen milden, leicht süßlichen Geschmack und machen sich hervorragend als essbare Dekoration auf Sommersalaten, Desserts oder in kühlen Getränken. In der traditionellen ostasiatischen Heilkunde werden zudem sowohl die Blüten als auch die Blätter und die Wurzelrinde seit Jahrhunderten für wohltuende Tees und Auszüge genutzt.
Herkunft und Systematik:
Botanisch gehört Hibiscus syriacus zur großen Familie der Malvengewächse (Malvaceae). Der wissenschaftliche Artname „syriacus“ ist dabei historisch gesehen ein Irrtum: Carl von Linné benannte die Pflanze im 18. Jahrhundert zwar nach Syrien, weil sie über die orientalischen Handelsrouten und syrische Gärten nach Europa gelangte, ihre tatsächliche Heimat liegt jedoch im gemäßigten bis subtropischen Ostasien, insbesondere in China, Indien und Korea. In Südkorea hat die Pflanze unter dem Namen „Mugunghwa“ (was übersetzt so viel wie „unsterbliche Blume“ bedeutet) eine enorme kulturelle Bedeutung und wird dort als offizielle Nationalblume verehrt.